Webshop-Prototyp für Anreize zu nachhaltiger Lieferung

Screenshot der Webshop-Startseite
Screenshot der Produktübersicht im Webshop
Screenshot der Produktdetailseite im Webshop
Screenshot des Warenkorbs im Webshop
Screenshot eines Warenkorbs mit Zwischensumme und Lieferoptionen, darunter Standardlieferung (DHL) und Lastenradlieferung, sowie Gesamtpreis und deaktiviertem Checkout-Button.

Für wen ist das Tool gedacht?

Für wen ist es gedacht?

• Einzelhändler
• Stadtverwaltungen
• Logistikdienstleister

Art der Lösung

Art der Lösung

• Softwarebasiert
• Motivierend und bildungsorientiert

Zielsetzung

Zielsetzung

• Soziale Entwicklung

Reifegrad

• Bereit zur Anpassung und Replikation

Warum wird es eingesetzt?

  • Ein lokaler oder regionaler Online-Händler möchte seine Kundinnen und Kunden dazu bewegen, nachhaltige Lastenradlieferung statt Standardversand zu wählen, verfügt jedoch nicht über das technische Fachwissen und die Ressourcen, um komplexe digitale Interventionen zu entwickeln, und sucht nach einfachen, erprobten Nudges, die im Webshop umgesetzt werden können.
  • Eine kleine oder mittelgroße Stadt (oder ein Stadtteil) möchte die Emissionen der Letzte-Meile-Lieferung in ihren Randlagen reduzieren und sucht nach evidenzbasierten, sofort einsetzbaren digitalen Strategien, mit denen lokale Webshops die Lieferentscheidungen von Verbraucherinnen und Verbrauchern zugunsten von Lastenrädern oder anderen grünen Lieferoptionen beeinflussen können.

Wie nutzt die Zielgruppe das Tool?

Die Zielgruppe prüft den priorisierten Katalog getesteter Verhaltensänderungstechniken (BCTs) und wählt die Nudges aus, die am besten zu Kontext, Budget und technischer Kapazität passen. Anschließend nutzt sie den Open-Source-Figma-Prototyp (über Zenodo verfügbar) als visuelle Referenz, um zu sehen, wie die einzelnen Nudges in einem realistischen Checkout-Ablauf aussehen und funktionieren. Die ausgewählten Nudges, etwa ein grünes Blattlabel, ein Gutscheinanreiz oder die Vorauswahl der Lastenradlieferung als Standardoption, können mit nur kleinen Frontend-Anpassungen und ohne komplexe Backend-Programmierung im eigenen Webshop nachgebildet werden. Wer weitergehen möchte, findet im Toolkit außerdem die vollständige Methodik des Interventionsdesigns und den Versuchsaufbau, die zur Entwicklung eigener Nudges oder für A/B-Tests mit der eigenen Kundschaft wiederverwendet werden können.

Welches Problem wird gelöst?

Online-Händler bieten zunehmend Lieferoptionen an, stellen Verbraucherinnen und Verbrauchern jedoch selten die Informationen oder Anreize bereit, die sie zur Wahl nachhaltiger Alternativen wie Lastenradlieferung benötigen. Trotz wachsendem Interesse an umweltfreundlicheren Optionen präsentieren die meisten Webshops Lieferentscheidungen neutral oder bequemlichkeitsorientiert und verpassen damit die Chance, Verhalten zu verändern. Gleichzeitig fehlt lokalen und kleinen Online-Händlern in der Regel das technische Know-how, die Backend-Programmierkapazität und die finanziellen Ressourcen, um anspruchsvolle digitale Interventionen eigenständig zu entwickeln und umzusetzen. Dadurch entsteht eine Lücke zwischen der Verfügbarkeit nachhaltiger Lieferdienste (z. B. lokaler Lastenradkuriere) und der tatsächlichen Nutzung durch Verbraucherinnen und Verbraucher. Das Toolkit schließt diese Lücke, indem es ein getestetes, sofort einsetzbares Set einfacher digitaler Nudges (Behavior-Change-Techniken) bereitstellt, die lokale Webshops in ihren Checkout-Prozess integrieren können, um Kundinnen und Kunden zur Wahl grüner Lieferung zu motivieren, ohne komplexe IT-Infrastruktur oder große Budgets zu benötigen.

Welche Partner haben das Tool entwickelt?

VIABIRDS Technologies GmbH in Zusammenarbeit mit Salzburg Research

Wie wurde das Tool entwickelt?

  • Co-Creation-Workshops mit lokalen Online-Konsumentinnen und -Konsumenten, Webshop-Betreibern und Lastenradkurieren lieferten die Grundlage für das Design neuartiger Nudges, die auf reale Bedürfnisse und Einschränkungen zugeschnitten sind (siehe Deliverable 3.2)
  • BCT-Kandidaten wurden anhand der fünfstufigen Interventionsdesign-Sequenz nach Rubinstein (2018) entwickelt und mithilfe der APEASE-Kriterien eingestuft, um die sechs am besten geeigneten Nudges für die Umsetzung auszuwählen (siehe Deliverable 3.4)​ 
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